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Abnehmen mit Schwimmen – wissenschaftlich, nachhaltig & praxisnah

Aktualisiert: 30. Dez. 2025

ein Schwimmer gleitet unter wasser

✅  Schwimmen & Abnehmen – funktioniert das wirklich?


Beim Schwimmen arbeiten nahezu alle großen Muskelgruppen gleichzeitig: Arme, Beine, Rumpf und Schultern. Durch den Wasserwiderstand entsteht eine konstante Muskelspannung, die deutlich mehr Energie verbraucht als viele Alltagsbewegungen.

Je nach Intensität und Körpergewicht werden etwa:

  • 400–700 kcal pro Stunde verbrannt

  • bei intensivem Kraul- oder Intervalltraining sogar mehr

Damit liegt Schwimmen auf einem ähnlichen Niveau wie Joggen oder Radfahren.


  • Schwimmen führt zu signifikantem Fettverlust, besonders im Bauchraum.

  • Kombiniert mit Ernährungsumstellung: bis zu 5–7 kg Gewichtsverlust in 12 Wochen.

  • Wasserwiderstand erhöht den Kalorienverbrauch um bis zu 15 % gegenüber Landtraining.


✅  Kalorienverbrauch: Mehr als du denkst!

Körpergewicht

Kraul(Intensiv)

Brust(Mittel)

Aqua-HIIT

60 KG

450–550 kcal/h 

350–450 kcal/h

600–750 kcal/h 

80 KG

600–750 kcal/h

450–550 kcal/h |

800–950 kcal/h 

100 KG

750–900 kcal/h 

550–650 kcal/h |

1.000–1.200 kcal/h 

Warum Wasser den Verbrauch erhöht:

  • WasserwiderstandThermoregulation: Körper verbrennt Kalorien, um die Wassertemperatur (ca. 26–28°C) auszugleichen.

  • Wasserwiderstand: 12x höher als Luft → Muskeln arbeiten stärker.  

  • Schwimmen erhöht den Kalorienverbrauch um bis zu 15 % im Vergleich zu Landtraining bei gleicher Intensität.


✅  Stoffwechselanregung: Der „Nachbrenneffekt“ (EPOC)


EPOC (Excess Post-Exercise Oxygen Consumption):  

  • Bei intensiven Einheiten (z. B. Aqua-HIIT) bleibt der Stoffwechsel bis zu 48 Stunden erhöht.  

  • Der Körper verbrennt zusätzlich 50–150 kcal nach dem Training, um Muskeln zu reparieren und Energie wiederherzustellen.  

  • Langfristige Wirkung:  

      Regelmäßiges Schwimmen (3x/Woche) steigert den Grundumsatz um 3–5 % durch Muskelaufbau.


📊 Ganzkörper-Effekt: Muskeln schützen vor Jo-Jo-Effekt

Stil

Hauptmuskeln

Fettverbrenung

Kraul

Rücken, Schultern, Core, Beine 

⭐⭐⭐⭐⭐

Brust 

Brust,Brustmuskeln, Oberarme, Oberschenkel 

⭐⭐⭐⭐ 

Rücken

Rückenmuskulatur, Gesäß  

⭐⭐⭐⭐ 

Delfin 

Core, Schultern, Gesäß  

⭐⭐⭐⭐⭐

Warum das wichtig ist:

  • Mehr Muskeln = höherer Grundumsatz = weniger Risiko für Jo-Jo-Effekt.

• Schwimmen baut keine Masse auf (im Gegensatz zu Krafttraining), sondern formt den Körper.


📅 Praktische Tipps für maximale Ergebnisse


Trainingsplan-Beispiele (für Anfänger bis Fortgeschrittene)

A. Für Einsteiger (Gewicht: 80–100 kg)  

Häufigkeit: 3x/Woche (45 Min.)  

Struktur:  

  •   10 Min. Aufwärmen (schwaches Brustschwimmen)  

  •   25 Min. Intervalltraining:  

  •     2 Min. Kraul (mittel)  

  •     1 Min. Pause (treten)  

  •     Wiederhole 8x  

  •   10 Min. Ausklingen (Rücken)  

    Ziel: 400–500 kcal/Einheit


B. Für Fortgeschrittene (Gewicht: 60–80 kg)

Häufigkeit: 4x/Woche (50–60 Min.)  

Struktur:  

  •   15 Min. Aufwärmen  

  Aqua-HIIT:  

  •     30 Sek. Sprint (Kraul/Delfin)  

  •     45 Sek. Pause (schwaches Brust)  

  •     Wiederhole 12x  

  •   15 Min. Kraft-Schwimmen:  

  •     25 m mit Pullbuoy (Beine ruhig)  

  •     25 m mit Paddeln (Arme)  

  •     Wiederhole 6x  

  •   10 Min. Ausklingen  

Ziel: 600–800 kcal/Einheit


⚡ Intensitätssteuerung: So verbrennst du mehr Fett


Fat-Burning-Zone:  

 Herzfrequenz: 60–70 % der max. HF (ca. 120–140 BPM bei 30-Jährigen).  

 Dauer: Mindestens 20–30 Min. kontinuierlich.  

HIIT-Effekt:  

  •   Kurze, maximale Sprints (85–95 % max. HF) erhöhen den Nachbrenneffekt.  

  •   Ideal: 1–2x/Woche Aqua-HIIT (nicht täglich!).


Ernährung: Der 80/20-Regel folgen  

Kaloriendefizit:  

  •   Schwimmen allein reicht nicht aus – du brauchst ein tägliches Defizit von 300–500 kcal.  

  •   Beispiel: Bei 2.000 kcal Grundumsatz → max. 1.500–1.700 kcal/Tag.  

Makronährstoffe:  

  •   Eiweiß: 1,6–2,2 g/kg Körpergewicht (z. B. Hähnchen, Fisch, Tofu).  

  •   Kohlenhydrate: 4–6 g/kg (z. B. Vollkorn, Süßkartoffel).  

  •   Fette: 0,8–1 g/kg (z. B. Avocado, Nüsse).  


Häufiger Fehler:  

  • Zu wenig essen → Stoffwechsel verlangsamt sich.  

  • Zu viele „gesunde“ Snacks (z. B. Nüsse, Smoothies) → Kalorienüberschuss.  


5 typische Fehler (und wie du sie vermeidest)


  1. Falsche Schwimmtechnik  

Problem: Ineffiziente Bewegungen → weniger Kalorienverbrauch.  

Lösung:  

  •   Lasse dich von einem Trainer korrigieren (1–2 Einheiten reichen).  


    2. Zu geringe Intensität  

Problem: „Schönschwimmen“ → kaum Kalorienverbrauch.  

Lösung:  

  •   Messen Sie Ihre Herzfrequenz (Ziel: 60–85 % der max. HF).  

  •   Integrieren Sie Intervalltraining (siehe Trainingspläne oben).  


3. Ungesunde Ernährung nach dem Schwimmen  

Problem: „Ich habe geschwommen, jetzt darf ich alles essen!“ → Kalorienüberschuss.  

Lösung:  

  •   30 Min. nach dem Training: Eiweiß + komplexe Kohlenhydrate (z. B. Joghurt + Beeren).  

  •   Vermeide: Zuckerhaltige Getränke, Fast Food.  


4. Fehlende Regeneration  

Problem: Übertraining → Verletzungsrisiko, Stoffwechselstörung.  

Lösung:  

  •   1–2 Ruhetage/Woche einplanen.  

  •   Dehnen/Yoga nach dem Schwimmen (z. B. für Schultern und Rücken).  


5. Unrealistische Ziele  

Problem: „Ich will in 4 Wochen 10 kg abnehmen!“ → Frust und Abbruch.  

Lösung:  

  •   Realistische Zielsetzung: 0,5–1 kg/Woche.  

  •   Fokus auf Fortschritte: Taillenumfang, Energielevel, Kleidung passen. 


 💡Bonus-Tipps für schnellere Ergebnisse


1. Kombiniere Schwimmen mit Krafttraining:  

  •    1–2x/Woche Körperschwerpunkt-Übungen (z. B. Planks, Kniebeugen) → mehr Muskeln = höherer Grundumsatz.  


2. Schwimme im offenen Wasser:  

  •    Naturwiderstand (Wellen, Strömung) erhöht den Kalorienverbrauch um 10–20 %.  


3. Nutze Wasserhilfen gezielt:  

  •    Pullbuoy: Isoliert die Arme → stärkt Oberkörper.  

  •    Kickboard: Trainiert Beine und Core.  


4. Schwimme morgens auf nüchternen Magen:  

  •    Studie (2023): Fettverbrennung kann um 20 % steigen (*International Journal of Sports Nutrition*).  

  •    Achtung: Nur bei guter Kondition!  


5. Tracke deine Fortschritte:  

  •    Wöchentlich: Gewicht, Taillenumfang, Trainingsdauer.  

  •    Monatlich: Körperfettanteil (mit einer BIA-Waage messen).  




1 Kommentar


Sophia Pourebrahim
Sophia Pourebrahim
30. Dez. 2025

Wow, auf eine Stunde gerechnet verbrennt man wirklich viel Kalorien! Man muss es nur schaffen, erstmal eine Stunde schwimmen durchzuhalten. Dafür muss man wirklich gut trainieren.

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