Abnehmen mit Schwimmen – wissenschaftlich, nachhaltig & praxisnah
- Pouya Pourebrahim
- 29. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. Dez. 2025

✅ Schwimmen & Abnehmen – funktioniert das wirklich?
Beim Schwimmen arbeiten nahezu alle großen Muskelgruppen gleichzeitig: Arme, Beine, Rumpf und Schultern. Durch den Wasserwiderstand entsteht eine konstante Muskelspannung, die deutlich mehr Energie verbraucht als viele Alltagsbewegungen.
Je nach Intensität und Körpergewicht werden etwa:
400–700 kcal pro Stunde verbrannt
bei intensivem Kraul- oder Intervalltraining sogar mehr
Damit liegt Schwimmen auf einem ähnlichen Niveau wie Joggen oder Radfahren.
Schwimmen führt zu signifikantem Fettverlust, besonders im Bauchraum.
Kombiniert mit Ernährungsumstellung: bis zu 5–7 kg Gewichtsverlust in 12 Wochen.
Wasserwiderstand erhöht den Kalorienverbrauch um bis zu 15 % gegenüber Landtraining.
✅ Kalorienverbrauch: Mehr als du denkst!
Körpergewicht | Kraul(Intensiv) | Brust(Mittel) | Aqua-HIIT |
60 KG | 450–550 kcal/h | 350–450 kcal/h | 600–750 kcal/h |
80 KG | 600–750 kcal/h | 450–550 kcal/h | | 800–950 kcal/h |
100 KG | 750–900 kcal/h | 550–650 kcal/h | | 1.000–1.200 kcal/h |
Warum Wasser den Verbrauch erhöht:
WasserwiderstandThermoregulation: Körper verbrennt Kalorien, um die Wassertemperatur (ca. 26–28°C) auszugleichen.
Wasserwiderstand: 12x höher als Luft → Muskeln arbeiten stärker.
Schwimmen erhöht den Kalorienverbrauch um bis zu 15 % im Vergleich zu Landtraining bei gleicher Intensität.
✅ Stoffwechselanregung: Der „Nachbrenneffekt“ (EPOC)
EPOC (Excess Post-Exercise Oxygen Consumption):
Bei intensiven Einheiten (z. B. Aqua-HIIT) bleibt der Stoffwechsel bis zu 48 Stunden erhöht.
Der Körper verbrennt zusätzlich 50–150 kcal nach dem Training, um Muskeln zu reparieren und Energie wiederherzustellen.
Langfristige Wirkung:
Regelmäßiges Schwimmen (3x/Woche) steigert den Grundumsatz um 3–5 % durch Muskelaufbau.
📊 Ganzkörper-Effekt: Muskeln schützen vor Jo-Jo-Effekt
Stil | Hauptmuskeln | Fettverbrenung |
Kraul | Rücken, Schultern, Core, Beine | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Brust | Brust,Brustmuskeln, Oberarme, Oberschenkel | ⭐⭐⭐⭐ |
Rücken | Rückenmuskulatur, Gesäß | ⭐⭐⭐⭐ |
Delfin | Core, Schultern, Gesäß | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
Warum das wichtig ist:
Mehr Muskeln = höherer Grundumsatz = weniger Risiko für Jo-Jo-Effekt.
• Schwimmen baut keine Masse auf (im Gegensatz zu Krafttraining), sondern formt den Körper.
📅 Praktische Tipps für maximale Ergebnisse
Trainingsplan-Beispiele (für Anfänger bis Fortgeschrittene)
A. Für Einsteiger (Gewicht: 80–100 kg)
Häufigkeit: 3x/Woche (45 Min.)
Struktur:
10 Min. Aufwärmen (schwaches Brustschwimmen)
25 Min. Intervalltraining:
2 Min. Kraul (mittel)
1 Min. Pause (treten)
Wiederhole 8x
10 Min. Ausklingen (Rücken)
Ziel: 400–500 kcal/Einheit
B. Für Fortgeschrittene (Gewicht: 60–80 kg)
Häufigkeit: 4x/Woche (50–60 Min.)
Struktur:
15 Min. Aufwärmen
Aqua-HIIT:
30 Sek. Sprint (Kraul/Delfin)
45 Sek. Pause (schwaches Brust)
Wiederhole 12x
15 Min. Kraft-Schwimmen:
25 m mit Pullbuoy (Beine ruhig)
25 m mit Paddeln (Arme)
Wiederhole 6x
10 Min. Ausklingen
Ziel: 600–800 kcal/Einheit
⚡ Intensitätssteuerung: So verbrennst du mehr Fett
Fat-Burning-Zone:
Herzfrequenz: 60–70 % der max. HF (ca. 120–140 BPM bei 30-Jährigen).
Dauer: Mindestens 20–30 Min. kontinuierlich.
HIIT-Effekt:
Kurze, maximale Sprints (85–95 % max. HF) erhöhen den Nachbrenneffekt.
Ideal: 1–2x/Woche Aqua-HIIT (nicht täglich!).
Ernährung: Der 80/20-Regel folgen
Kaloriendefizit:
Schwimmen allein reicht nicht aus – du brauchst ein tägliches Defizit von 300–500 kcal.
Beispiel: Bei 2.000 kcal Grundumsatz → max. 1.500–1.700 kcal/Tag.
Makronährstoffe:
Eiweiß: 1,6–2,2 g/kg Körpergewicht (z. B. Hähnchen, Fisch, Tofu).
Kohlenhydrate: 4–6 g/kg (z. B. Vollkorn, Süßkartoffel).
Fette: 0,8–1 g/kg (z. B. Avocado, Nüsse).
Häufiger Fehler:
Zu wenig essen → Stoffwechsel verlangsamt sich.
Zu viele „gesunde“ Snacks (z. B. Nüsse, Smoothies) → Kalorienüberschuss.
❌ 5 typische Fehler (und wie du sie vermeidest)
Falsche Schwimmtechnik
Problem: Ineffiziente Bewegungen → weniger Kalorienverbrauch.
Lösung:
Lasse dich von einem Trainer korrigieren (1–2 Einheiten reichen).
2. Zu geringe Intensität
Problem: „Schönschwimmen“ → kaum Kalorienverbrauch.
Lösung:
Messen Sie Ihre Herzfrequenz (Ziel: 60–85 % der max. HF).
Integrieren Sie Intervalltraining (siehe Trainingspläne oben).
3. Ungesunde Ernährung nach dem Schwimmen
Problem: „Ich habe geschwommen, jetzt darf ich alles essen!“ → Kalorienüberschuss.
Lösung:
30 Min. nach dem Training: Eiweiß + komplexe Kohlenhydrate (z. B. Joghurt + Beeren).
Vermeide: Zuckerhaltige Getränke, Fast Food.
4. Fehlende Regeneration
Problem: Übertraining → Verletzungsrisiko, Stoffwechselstörung.
Lösung:
1–2 Ruhetage/Woche einplanen.
Dehnen/Yoga nach dem Schwimmen (z. B. für Schultern und Rücken).
5. Unrealistische Ziele
Problem: „Ich will in 4 Wochen 10 kg abnehmen!“ → Frust und Abbruch.
Lösung:
Realistische Zielsetzung: 0,5–1 kg/Woche.
Fokus auf Fortschritte: Taillenumfang, Energielevel, Kleidung passen.
💡Bonus-Tipps für schnellere Ergebnisse
1. Kombiniere Schwimmen mit Krafttraining:
1–2x/Woche Körperschwerpunkt-Übungen (z. B. Planks, Kniebeugen) → mehr Muskeln = höherer Grundumsatz.
2. Schwimme im offenen Wasser:
Naturwiderstand (Wellen, Strömung) erhöht den Kalorienverbrauch um 10–20 %.
3. Nutze Wasserhilfen gezielt:
Pullbuoy: Isoliert die Arme → stärkt Oberkörper.
Kickboard: Trainiert Beine und Core.
4. Schwimme morgens auf nüchternen Magen:
Studie (2023): Fettverbrennung kann um 20 % steigen (*International Journal of Sports Nutrition*).
Achtung: Nur bei guter Kondition!
5. Tracke deine Fortschritte:
Wöchentlich: Gewicht, Taillenumfang, Trainingsdauer.
Monatlich: Körperfettanteil (mit einer BIA-Waage messen).
Wow, auf eine Stunde gerechnet verbrennt man wirklich viel Kalorien! Man muss es nur schaffen, erstmal eine Stunde schwimmen durchzuhalten. Dafür muss man wirklich gut trainieren.